Die Visa sind eingetroffen

Wer weiß, was einem beim Beantragen der Pässe zur Einreise nach Russland passieren kann, der weiß, wie erleichtert man immer wieder ist, wenn das Visum dann ohne Theater und ohne Rückfragen eintrifft.

Bei meinem ersten Antrag für ein Visum sagte man mir am Telefon, dass es kein Problem wäre, wenn der Pass drei Tage vor Ende des Aufenthaltes auslaufen würde. Weit gefehlt. Noch einmal anstehen am Konsulat, noch einmal darauf hoffen, dass man durch Zufall einer der glücklichen zehn ist, die an diesem Tag ein Visum bekommen – denn alle anderen werden ohne Begründung weggeschickt. Und wenn man dann erwähnt, dass man zwei oder drei Stunden mit dem Zug angereist sei, um sein Visum beantragen zu können – na und?

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Von der Wolga bis zum Pazifik

Eine interessante Reportage, die anlässlich einer Tuwa-Reise zu DDR-Zeiten entstanden ist, aber erst nach der Wende veröffenlicht wurde. Interessant insofern, als dass der Text die vor der Wende übliche Linie widerspiegelt und an manchen Stellen die mitunter bizarre Selbstwahrnehmung und Überheblichkeit zeigt. Aber gerade dies macht es eigentlich zu einem wertvollen Zeitzeugnis.

Der erste Teil des Buches widmet sich Tuwa.

Gisela Reller: Von der Wolga bis zum Pazifik. Tradition und Umgestaltung.

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Erinnerungen: 1994 in Sibirien

Vor einer Jak-40 auf dem Flugplatz in Krasnojarsk (© 1994 Kurt Kurre)

Mein Vater war in der Aluminiumindustrie tätig. In diesem Zusammenhang reiste er viel herum und vererbte mir eine wunderschöne (kleine) Matrjoschka aus Krasnojarsk.

Wie sich beim Durchforsten seiner alten Reisepässe und Negative herausstellen sollte, war er auch in Nowokusnezk und in Schuschenskoje – dort vermutlich nicht nur im Museum, sondern eher, um Staudamm und Wasserkraftwerk zu besichtigen – das größte der Sowjetunion und (1994) fünftgrößte der Welt.

Er hatte damals im Aluminiumwerk von Bratsk zu tun, einem der größten Russlands. Interessant, wenn man die Geschichte des russischen Betreibers Rusal für die 90er Jahre liest, denn des Vaters Warnungen anlässlich meines ersten Russlandbesuches im Jahre 2014 spiegeln wider, was dort beschrieben wird, mir aber bisher völlig überzogen schien:

„Falls jemand den Fahrstuhl betritt, wenn du ihn gerade betreten möchtest: sofort raus da! Das gleiche gilt für Toiletten!“

Es muss eine sehr gefährliche Zeit gewesen sein.

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Impfungen für Sibirien

Im Internet gibt es zahlreiche Websites mit Reiseempfehlungen. Eine gute Adresse sind natürlich die offiziellen Seiten des Robert-Koch-Institutes und des Auswärtigen Amtes.

Das Robert-Koch-Institut hat einen allgemeinen Impfkalender veröffentlicht, der in vielen Sprachen verfügbar ist und die wichtigsten, allgemeinen Impfungen auflistet. Das Auswärtige Amt gibt allgemeine Reiseempfehlungen, darunter auch zu Impfungen.

Jedenfalls war ich nun zu den ersten Terminen und musste feststellen, dass es auch hierzulande für manche Impfstoffe durchaus Lieferengpässe gibt. Man sollte seinen Impfstatus also rechtzeitig prüfen und das Thema nicht auf die lange Bank schieben.

Ich konnte auf meinem alten Impfpass etwas lustiges entdecken: als Kind war ich offenbar mehrfach von einem Dr. Franckenstein geimpft worde. Wie man mit diesem Namen als Kinderarzt überleben kann, ist mir fraglich…

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Im Lande der weißen Kamele

Ein wunderbares Buch über eine 10-tägige Reise nach Tuwa. Der Usedomer Journalist und Schriftsteller Egon Richter war in den 80er Jahren in Tuwa unterwegs und dieses kleine Büchlein fängt die damals sicherlich noch beschwerlichere Reise mit einer ungewöhnlichen Erzählweise ganz wunderbar ein.

Sehr schön zu lesen!

Egon Richter: Im Land der weißen Kamele

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Die Planungen schreiten voran!

Inzwischen ist der Februar schon fast herum und wir steigen in die näheren Reiseplanungen ein. Die Visa sind beantragt, die Flüge gebucht. Über Moskau nach Abakan.

Und von dort per Bus oder Auto nach Kyzyl, Hauptstadt von Tuwa. Mittelpunkt Asiens.

Jetzt der nächste Schritt: Was macht der Impfpass? Wenn man die Liste der empfohlenen Impfungen liest, erschrickt man. Cholera, Typhus, Japanische Enzephalitis.
Aber dann ist es irgendwie klar: Wir werden auf dem Land sein, in der Wildnis.

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Plumbago – Bato(u)gol

Heute frisch per Post eingetroffen: eine Lithographie von ca. 1880, die eine Innenansicht der Alibert-Mine am Berge Bato(u)gol, westlich von Irkutsk wiedergibt.

Ob sich tatsächlich Damen in Festtagskleidern im Minenschacht ergingen, mag der geneigte Leser für sich entscheiden. Ich denke wir können diesen Druck wie viele jener Zeit als beispielhaft betrachten, war er vor allem zur Verwendung in Enzyklopädien gedacht. Wir finden ihn auch in dem 2014 neu aufgelgtem Buch  Unterground Life.

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Graphit aus der Alibert-Mine in Tuwa (Sibirien)

Was für ein Glück! Ich fand gerade einen Original-Bleistift von A. W. Faber-Castell mit Graphit aus Sibirien!

Jetzt muss ich nur noch mehr herausfinden, denn der Stift hat  natürlich eine Geschichte. Einen Artikel mit sehr schönen Bildern gibt es hier.

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Graphit aus Tuwa für Faber-Castell

Spamer’sches Konversationslexikon von 1870

Wer hätte das gedacht, aber es gibt einen direkten Bezug Tuwas zu Franken, denn nachdem der Franzose Jean-Pierre Alibert auf der Suche nach Gold eine Graphitmine in Tuwa entdeckt hatte, sicherte er seine Investitionen durch einen Exklusivvertrag mit Faber-Castell. In deren allseits bekannter Bleistiftmanufaktur in Stein bei Nürnberg wurde daraufhin fast einhundert Jahre lang Graphit aus der Alibert-Mine in Tuwa verarbeitet. Die Geschichte ist mehr als spannend und gut belegt. Ein Exemplar eines solchen Bleistiftes vom Ende des 19. Jahrhunderts mit der Beschriftung „Graphite de Sibérie de la Mine Alibert No. 2“ befindet sich in meiner Sammlung. Auch eine alte Lithographie der Innenansicht des Schachtgebäudes konnte ich erwerben.

Alibert-Mine und Graphit aus Tuwa (Sibirien)

Bleistiftseiten allgemein

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Online!

Willkommen auf meiner neuen Website mit Informationen
rund um Tannu Tuwa!

Die Inhalte werden sukzessive eingepflegt und aktualisiert. Dieses Web-Logbuch soll den Fortschritt der Website und auch der Reiseplanungen und anstehenden Reise nach Tuwa wiedergeben – und so auch anderen Interessierten helfen, die sich selbst einmal auf den Weg machen möchten. Außerdem natürlich allerlei kurrioses. Viel Spaß!

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